Der Schornsteinfeger: Ihr Sicherheits-, Umwelt- und Energieexperte

Innung Düsseldorf

Qualitätshandwerk mit Traditionsbewusstsein.

2,3 Mio. Heizungsveteranen belasten die Kassen

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Schornsteinfeger-Statistik offenbart hohen Modernisierungsbedarf:

[iwo] - Die jüngsten Erhebungen des Zentralinnungsverbandes des Schornsteinfegerhandwerks (ZIV) belegen einmal mehr den hohen Sanierungsbedarf in deutschen Heizungskellern: Im vergangenen Jahr wurden in der Bundesrepublik rund 1,37 Millionen Ölheizungen und etwa 963.000 Gasheizungen betrieben, die vor Ende 1982 in Betrieb genommen worden sind. Damit wird in unserem Land weiterhin in großem Stil Energie verschwendet.

Die Betreiber dieser mindestens 20 Jahre alten Heizanlagen strapazieren aber nicht nur Umwelt und Klima über Gebühr, sondern vor allem ihr eigenes Portemonnaie. Um bis zu 40 Prozent niedriger könnte die Brennstoffkostenrechnung für diese Haushalte ausfallen, wenn ihr alter Standardheizkessel durch ein modernes Heizgerät, beispielsweise durch eine besonders effiziente Öl-Brennwertanlage ersetzt würde. Veraltete, zumeist auch noch überdimensionierte Heizanlagen mit konstant hoher Betriebstemperatur setzen nämlich weniger als zwei Drittel der eingesetzten Energie in Nutzwärme um, der Rest verpufft wirkungslos als Abgas- und Oberflächenverlust. Zum Vergleich: Heutige Öl-Brennwertkessel nutzen die eingesetzte Energie zu praktisch 100 Prozent.

Von den 1,37 Millionen veralteten Ölheizungen, so geht aus der ZIV-Statistik weiter hervor, sind knapp 900.000 Anlagen sogar vor Ende 1978 installiert worden und damit mindestens 24 Jahre alt. Bei den Gasheizungen haben bundesweit fast 426.000 Anlagen eine 24-jährige Betriebszeit überschritten. "Solche Kesselveteranen sollten möglichst noch vor dem kommenden Winter durch moderne Heigeräte ersetzt werden", empfiehlt das Institut für wirtschaftiche Oelheizung e.V. (IWO). "Dann fließt ein Teil der Investitionssumme über deutlich reduzierte Brennstoffkosten bereits in diesem Jahr zurück".

Zumal für die Mehrzahl dieser Energieverschwender, nämlich für alle Standardheizkessel, die vor Oktober 1978 in Betrieb gegangen sind, im Zuge der Energieeinsparverordnung (EnEV) ohnehin das gesetztliche Aus bevorsteht. Sie müssen bis Ende 2006 gegen Niedertemperatur- oder Brennwertanlagen ausgetauscht werden. Ausgenommen von dieser Zwangssanierung sind nur die veralteten Heizkessel in selbst genutzten Ein- und Zweifamilienhäusern. Der Gesetzgeber vertraut darauf, dass die Betreiber solcher Altanlagen in eigenem Interesse die Heizung modernisieren.

aus: Lippische Landeszeitung vom 01.09.2004

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Votum: Über 90 Prozent für den Schornsteinfeger


Umfrage bestätigt Bürgerwunsch - Schornsteinfeger reformbereit:

Nach dem das Schornsteinfegerhandwerk in jüngster Zeit hin und wieder in die Kritik geraten ist, hat der Westdeutsche Rundfunk kürzlich eine Internet-Befragung zu diesem Thema durchgeführt. Unter www.wdr.de wurde die Frage: "Soll das Schornsteinfeger-Monopol abgeschafft werden?" gestellt. 6,6 Prozent der wdr.de-User schlossen sich dieser Meinung an. Sie möchten ihren Schornsteinfeger selbst auswählen können. 93,4 Prozent waren allerdings dagegen. Sie halten das Monopol für einen Qualitätsgaranten, das beibehalten werden sollte.

Dieses Votum untermauert das Ergebnis einer repräsentativen Meinungsumfrage, die im Jahr 2001 durch das Forsa-Institut, Dortmund, durchgeführt wurde. Damals hielten etwa 94 Prozent der Bundesbürger die Kehr- und Überprüfungsarbeiten des Schornsteinfegers für notwendig. Nahezu alle Befragten (91%) gaben außerdem an, mit Ihrem "Schwarzen Mann" zufrieden zu sein.

Die feste Einteilung der Schornsteinfegerbetriebe in sogenannte Kehrbezirke hat übrigens ganz praktische Gründe. Zum Einen können so die - staatlich verordneten - umwelt- und brandschutztechnischen Standards gewährleistet werden. Zum Anderen stellt die flächendeckende Struktur günstige Kehr- und Prüfgebühren sicher. Erfahrungen aus der Schweiz haben gezeigt, dass in Kantonen, die ihren Bürgern eine freie Wahl des Kaminkehrers ermöglichen die Preise um etwa 20 Prozent angestiegen sind.

Nach Angaben des Bundesinnungsmeisters Hans Günther Beyerstedt sind die Schornsteinfeger allerdings grundsätzlich bereit, das Verfahren für die Besetzung der Kehrbezirke und deren Vergabe gemäss den EU-Forderungen zu ändern. Beyerstedt wörtlich: "Das Schornsteinfegerhandwerk wendet sich nicht gegen die Marktöffnung und kann sich durchaus vorstellen, dass der Bürger sich seinen Schornsteinfeger auswählen kann. Zur Erhaltung günstiger Kehr? und Prüfgebühren sowie zur Sicherung brandschutztechnischer Standards hat sich die flächendeckende Struktur unseres Handwerks bestens bewährt. Die Wahlfreiheit würde den gegenteiligen Effekt haben." Eine erschreckend hohe Anzahl von Schadens- und Todesfällen, die in europäischen Nachbarstaaten durch Feuerstätten verursacht wird, untermauern diese Aussage.

Die bisherige Regelung, nach der SHK-Fachbetriebe montieren sowie warten und Schornsteinfeger kontrollieren, hat sich zum Wohle der Bürger und der Umwelt schließlich bestens bewährt. Die durchgeführten Immissionsschutzmessungen und Energieberatungen ziehen nach Angaben von Prof. Dr.-Ing. M. Kleemann (Forschungszentrum Jülich) ein gemitteltes Investitionsvolumen von etwa 132 Millionen Euro pro Jahr nach sich. Neben den Impulsen für den Arbeitsmarkt ergeben sich dabei auch positive Folgen für die Umwelt: Zusammengefasst haben alle Aktivitäten des Heizungsbau- und Schornsteinfegerhandwerks dazu beigetragen, dass beispielsweise im Jahr 2002 ca. 389.000 Tonnen Kohlendioxid (CO2), 317 Tonnen Stickoxide und 310 Tonnen Schwefeldioxid weniger in die Atmosphäre gelangten.

aus: Haustechnik-Dialog vom 25.06.2004

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Dem schwarzen Mann über die Schulter geschaut


Ulrike Mehl machte Praktikum beim Bezirksschornsteinfegermeister:

Felm - Kesselsäuberung, Emissionsmessung und Sicherheitsprüfungen von Heizanlagen gehören normalerweise nicht zum Handwerk einer Politikerin. Für Ulrike Mehl (Nortorf), umweltpolitische Sprecherin der SPD im Bundestag, stan¬den genau diese Tatigkeiten für einen Tag auf dem Programm. Sie hat ein Praktikum bei Bezirksschornsteinfeger Hans Reiner Lück aus Stubbendorf abgeleistet und sich Einblicke in den Alltag dieses Berufes verschafft. Bei einer Heizungsabnahme in Felm gab die Politikerin Auskunft über ihre Erfahrungen.


Zünftig: Ulrike Mehl im Praktikum bei
Bezirksschornsteinfegermeister
Hans Reiner Lück. Foto: Salie
Ziel des Blicks in die Praxis sei es, sich vor Ort über die Rolle von Schornsteinfegern als Emissionsberater für den Klimaschutz zu informieren, sagte die Abgeordnete des Wahlkreises Rendsburg-Eckernförde. ?Es geht darum, die Bevölkerung zu motivieren, sich auf emissionsarme und energiesparende Heizsysteme einzulassen." Rund 40 Prozent der gesamten Kohlendioxid-Emission stammten aus Häusern, und die sei nur zu senken, wenn die Hausbesitzer um die bestehenden Möglichkeiten wüssten. ?Hier sollen künftig Politik und Schornsteinfeger enger zusammenarbeiten", sagte die SPD-Politikerin.

Die Schornsteinfeger eignen sich nach ihrer Meinung dafür besonders gut, da sie über die rechtlichen Bestimmungen und den Heizungsmarkt informiert seien und darüber hinaus ohnehin in halb hoheitlicher Tätigkeit jede einzelne Anlage überprüfen. Um sie zu dieser offiziellen Beratertätigkeit zu berechtigen, müsse jedoch das Schornsteinfegergesetz geändert werden. Darüber werde derzeit noch diskutiert. Hiermit sei auch die Diskussion über eine Reform der Kehrbezirkseinteilung verknüpft, da der Ruf nach Privatisierung auch in diesem Bereich zu vernehmen sei. ?Es ist sinnvoll, darüber nachzudenken. Bisher habe ich aber noch keine vernünftigen Altcrnativvorschläge gehört", sagte Ulrike Mehl.

Das Praktikum habe ihr gut gefallen: ?Man bekommt eine andere Perspektive auf das Thema.? Auch Hans Reiner Lück zeigte sich erfreut: ?Ich hätte nichts dagegen, wenn sie eine ganze Woche bleiben würde. Darin könnte ich ihr noch mehr zeigen."

aus: Landeszeitung SH vom 10.06.2004

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Ein Schuss in den Ofen


Liberalisierung verteuert die Heizkontzrolle massiv

Kaminfeger: Liberalisierung verteuert die Heizungskontrolle massiv:

Von Markus Kellenberger

Schweiz - In den meisten Kantonen profitieren die Kaminfeger von einem staatlich geschützten Monopol - die Hauseigentümer allerdings auch. Denn wo das Monopol fiel, stiegen die Preise teils über 20 Prozent.Als Hausbesitzer Guy Jehl aus Basel die Rechnung für die reinigung seiner Heizung und seines Holzofens sah, ärgerte er sich masslos: ?Der Kaminfeger war höchstens 15 Minuten im Haus?, sagte er. Da sind 186 Franken entschieden zu viel.?

Das findet auch der angeschwärzte Kaminfegermeister Fred Senn, ?falls mein Mitarbeiter tatsächlich nur eine Viertelstunde dort war?. Zusammen mit Jehl und dem Gesellen will Senn den Fall minuziös besprechen, denn ?irgendwas kann da nicht stimmen?.

Senn ist nämlich auf zufriedene Kunden angewiesen: In Basel-Satdt herrscht unter den schwarzen Männern seit gut 1zehn Jahren der freie Wettbewerb.

Das gilt auch für die Kantone SH, SZ, ZG und ZH. Sie alle haben im Interesse des freien Marktes das Kaminfegermonopol abgeschafft.

Vorteil: Nicht die Gemeinde, sondern der Hausbesitzer bestimmt, wer seine Heizung kontrolliert und entrusst. Passt ihm der Service nicht, bestellt er für die nächste obligatorische Heizungskontrolle einen anderenKaminfeger. Nachteil: In allen fünf liberalisierten Kantonen sind die Kaminfegerrechnungen markant gestiegen ? teils bis zu 20 Prozent.

Längere Wege, mehr unproduktive Stunden

Wo das Monopol gilt, schreiben die Gemeinden den Kaminfegertarif und die Pauschalen für die Nebenkosten wie Büro und Anfahrtsweg vor . Und weil er bei seiner Arbeit sowieso in den Kamin schaut, ist er auch gleich im öffentlichen Auftrag unterwegs, um das einhalten der Feuerpolizei- und Lufteinhalte-Vorschriften zu kontrollieren. Im Gegenzug darf er bestimmen, wann du wo er die Runde macht. So kann er ganze Quartiere in einem Auswisch erledigen ? das spart Zeit und weg. Im liberalisierten Markt hingegen richtet sich der Kaminfeger nach den Kundenwünschen. ?Das ergibt längere Wege und mehr unproduktive Stunden?, erklärt Armin Keller, Präsident des Schwyzer Kaminfegermeister-Verbandes. Dieser Mehraufwand werdeindividuell berechnet, was die Rechnung besinders für Kunden in Randgebieten teils massiv verteuere.

Ähnlich sieht es auch bei Reto Boris aus. Der Zuger Kaminfegermeister verrechnet heute, 6 Jahre nach dem Fall des Monopols, rund 80 Franken pro Stunde. Das sind 15 Franken mehr als vorher und der Arbeitsweg ist darin noch nicht enthalten. ?Allein der Werbe- und Büroaufwand ist stark gestiegen?, begründet er seine Preise.

Zusätzlich seperate Heizungskontrollen

Zu den erhöhten tarifen kommt, dass der Kaminfeger als freier Unternehmer nicht mehr für die Kontrolle der gestzlichen Sicherheits- und Umweltvorschriften für Heiungsanlagen zuständig ist. In KIantonen ohne Monopol liegt die Verantwortung nun in den Händen der Behörden. Den Hausbesitzer kostet das zusätzlich zum Kaminfeger jedes Mal bis zu 250 Franken.

Genau deshalb hat das Luzerner Kantonsparlament das Theme ?Liberalisierung im Kaminfegerwesen? letzten Sommer vom Tisch gefegt. Und auch im Kanton Bern, wo das Monopol wankte, besinntman sich um. ?Nach unseren Beobachtungen?, so Christoph Lienert von der Berner Gebäudeversicherung, ?ist das Monopol die günstigste Lösung.?

Zu diesem Schluss kommen übrigens auch die Wettbewerbskomission und der Eidgenössische Preisüberwacher sowie das Bundesgericht. Besonders im Interesse der Brandverhütung und des Umweltschutzes hält es das Kaminfegermonopol noch immer für sinnvoll und schützenswert.

aus: K-Tipp vom 12.02.2003

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Bundesland: Nordrhein-Westfalen
- Zentralinnungsverband (ZIV) -

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